So schnell kann es gehen:
Nicht einmal zwei Monate hat es gedauert, bis das Experiment "Gemeinschaftsblog" gescheitert ist. Geplant als Plattform, auf der verschiedene Menschen all ihre Interessen posten können, zeigt sich die dunkle Seite der digitalen Demokratie mit ihrer hässlichen Fratze.
Zensur und Unfreiheit beherrschen das Bild. Das einzige interessante daran ist die Tatsache, dass dieser Blog damit ein Spiegelbild der aktuellen Gesellschaft darstellt.
Wie konnte es so weit kommen? Wie immer, wenn ein Mensch die absolute Macht besitzt, wird er diese auch irgendwann einsetzen. Ohne vorherige Abstimmung oder Befragung aller beteiligten. Nein, so sieht Demokratie nun wirklich nicht aus.
Plötzlich gibt es Vorgaben, wie die Inhalte zu sein haben. Nun, noch können wir selbst bestimmen, was uns interessiert, lieber Blogbetreiber. Eine Gedankengleichschaltung wird nicht stattfinden.
Für den einen wichtig, für den anderen Nonsense... Wer will das schon entscheiden? Ich nicht. Wenn der Betreiber das kann, schön für ihn. Gott sei Dank besitzen wir noch genug Freiheit zu gehen, wenn es uns nicht passt.
Eine Frage habe ich aber noch, bevor ich weg bin:
Sind keyboardspielende Katzen oder Ernie und Bert beim Rappen qualitativ hochwertiger als der Aufruf zu einer Demo gegen die zunehmende Vernichtung der Subkulturen in unseren Großstädten? Ich mag und will das nicht entscheiden. Wenn das andere dieses Recht für sich in Anspruch nehmen, nun ja, dann ist es ihr Problem...
Sonntag, 23. August 2009
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Gut, fast leidenschaftlich geschrieben. Ich freue mich schon auf den Artikel von dir, der ähnlich fesselnd daher kommt, aber nicht den Untergang dieses Blogs proklamiert ;)
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